Ich bin MSc. Psychologin, systemische Beraterin und Yogalehrerin. 

Dort, wo sich diese Bereiche treffen, liegt mein persönlicher Sweet Spot: Menschen dabei

zu unterstützen, eine neue Sicht auf sich selbst und ihre Umgebung zu entwickeln.

 

Gegen Ende des Masters entstand in mir das Bedürfnis, mein theorielastiges Studium um praktisch anwendbares psychologisches Handwerkszeug zu ergänzen. Daher entschied ich mich 2014 parallel zum Masterstudium für eine DGsP-zertifizierte Weiterbildung in lösungsorientierter Gesprächsführung.  Begeistert von diesem Ansatz vertiefte ich die Weiterbildung um sie 2016 erfolgreich mit dem Titel „Systemische Beraterin“ abzuschließen. Die sehr praxisnahe Weiterbildung mit vielen direkt anwendbaren Gesprächstechniken war für mich nicht nur eine perfekte fachliche Ergänzung, sondern auch eine persönliche Bereicherung.  Zwei der wichtigsten Dinge, die ich für meine Einstellung dem Leben gegenüber mitgenommen habe, sind Neugier und Unvoreingenommenheit. Neugier und Unvoreingenommenheit spiegeln sich auch in meinem Beratungsstil wider. Ich begegne meinen Mitmenschen und Klienten ohne Vorannahmen, mit ehrlichem Interesse an dem, was sie an Erlebnissen, Gedanken und Emotionen mitbringen, ohne darüber zu urteilen, was richtig und was falsch ist.

 

Vor einigen Jahren lief es für mich von außen betrachtet beruflich gut, ich fühlte mich in meinem Job jedoch unzulänglich und fehl am Platz. Private Katastrophen kamen dazu, und meine persönliche Krise war perfekt. Ich steckte emotional in einer Sackgasse und wusste nicht aus noch ein. Darüber sprechen mochte ich damals auch nicht so recht. Mein Glück war, dass ich in dieser Zeit auf eine wunderbare Yogalehrerin traf. Sie brachte es präzise auf den Punkt: Ich musste loslassen. Meine Vorstellungen davon, wie es hätte sein sollen, was ich hätte tun müssen, meine Vorstellung davon, was doch eigentlich richtig ist und vor allem meine Idee, alles wieder in Ordnung bringen zu können.

 

Im Yoga bot sich mir die Möglichkeit, auf körperlicher Ebene mit dem Loslassen anzufangen, ohne dass mein Kopf mit seinen vielen „Ja, aber“-Argumenten dazwischen funken konnte. Mit wenigen Worten, dafür mit vielen Atemzügen, vielen Vorbeugen und ein wenig Muskelkater. Ich spürte, wie meine Anspannung langsam nachließ, meine natürliche Ruhe und Zuversicht zurückkehrte. In diesem Moment wurde es offensichtlich für mich, wie eng Emotionen und Körper miteinander verbunden sind und welche wertvolle Ressource der Körper ist, wenn es um die seelische Gesundheit geht. Um mehr darüber zu lernen, stieg ich tiefer in das Yoga ein und machte eine Ausbildung zur Yogalehrerin und Meditationsleiterin.

 

Was haben Yoga und systemische Psychologie aber miteinander gemeinsam? Das Ausprobieren von und Einlassen auf neue Haltungen, Sichtweisen, Perspektiven. Was übe ich mit meinen KlientenInnen in einer Beratungsstunde? Was übe ich mit YogaschülernInnen auf der Matte? Ich begleite sie in einem Prozess, der es ihnen erlaubt eine neue Haltung auszuprobieren, eine andere Sichtweise zu testen, sich in eine bisher unbekannte Position hinein zu fühlen. Neue Möglichkeiten zu entdecken, die ihnen vorher unbekannt waren und sich von der Vorstellung zu lösen, dass es nur eine Variante gibt, die richtig ist.